TouristGenossen 2012
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Wo liegt das alte Chemnitz?

Die Bombardierung der fast 850 Jahre alten Stadt Chemnitz im März 1945 hatte verheerende Folgen: Etwa 3700 Menschen verloren dabei ihr Leben. Von der historischen Bausubstanz der Innenstadt lagen 80 Prozent in Trümmern. Das gebaute historische Gedächtnis der Stadt war damit beinahe ausgelöscht. Wie lässt sich angesichts eines solchen Verlustes heute die Entstehung und Entwicklung der Stadt nachzuvollziehen? Wo liegt das alte Chemnitz? Welche baulichen Zeugnisse sind erhalten, welche stadtgeschichtliche Bedeutung haben sie? Mit welchen städtebaulichen und architektonischen Konzepten wird heute das erhaltene Historische ins Moderne integriert?

Diese Tour führt zunächst durch die Innenstadt, dann am Chemnitzfluss und den Schlossteichanlagen entlang in den reizvollen grünen Stadtteil Schlosschemnitz. Anhand der vorgestellten Objekte wird die Chemnitzer Stadtgeschichte in einem zeitlich weit gespannten Bogen lebendig: von der kleinen mittelalterlichen Stadt bis zur sächsischen Industriemetropole.

 

Mit dem Boot von Burg zu Burg

Einer der landschaftlich reizvollsten Abschnitte der Zwickauer Mulde ist der Teil zwischen Wechselburg und Rochlitz. Völlig neue Blickwinkel auf die Landschaft ergeben sich bei einer Bootstour. Die Anlegestelle befindet sich gegenüber des zum Barockschloss gehörenden Schlossparks, am Fuße der bekannten Wechselburger Basilika, einer über 800 Jahre alten romanischen Stiftskirche mit Lettner. Nach einer Besichtigung sind die Boote gemeinsam schnell startklar gemacht und mit der Strömung paddelt es sich, nur hin und wieder von einigen Kiesbänken und kleineren Stromschnellen unterbrochen, entspannt entlang der Eulenkluft und durch dichte Waldgebiete bis nach ca. 8 km die Kulisse des Rochlitzer Schlosses sichtbar wird. Vor dem Rochlitzer Stadtwehr ziehen wir die Boote aus dem Wasser – je nach Lust und Laune bleibt noch Zeit für ein Picknick oder eine Schlossbesichtigung.

Die Mulde war über zwei Jahrhunderte bis 1990 aufgrund der Einleitung schlecht oder nicht geklärten, teils schwermetallhaltigen Abwassers aus den Industriegebieten um Zwickau und Chemnitz sowie der Bergbaugebiete des westlichen Erzgebirges ein stark belastetes Gewässer. Umso erstaunlicher ist es, zu erleben wie sich die Wasserqualität innerhalb der relativ kurzen Zeit seit Stilllegung zahlreicher industrieller Anlagen deutlich verbessert hat. In Ufernähe sind teilweise wieder Eisvögel und Biber anzutreffen; die Fischfauna im Gewässer wird durch Besatz angereichert.  

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